© Jay Shepheard

Disco im Garten
02/19/2013

Disco im Garten

Der britische Musiker Jay Shepheard veröffentlicht mit "Home & Garden" sein Debütalbum. Der Frühling kann kommen.

Seit 2007 veröffentlicht Jay Shepheard Tracks, Remixarbeiten und EPs – unter anderem auf dem renommierten Münchner Label Compost Records. Disco, House und Detroit Techno lauten die fixen Zutaten, mit denen er seine Beats abschmeckt. Auf seinem nun veröffentlichten Debütalbum „Home & Garden“ weicht er von seinem musikalischen Grunrezept nur unwesentlich ab. Müsste man auf dem Album ein Novum festmachen, dann wären es die ansteckende Gelassenheit und die bezaubernd-fröhlichen Melodien, die der Brite in den elf nun vorliegenden Stücken verarbeitet hat.

Los geht es mit "Forty Eight Stacy", mit der man sich auf eine bevorstehende Partys eingrooven kann. Beim nachfolgenden Stück "Orbis Tertius" reist Shepheard dann in die frühen 1980er Jahre zurück. In eine Zeit, in der Ryan Paris das "Dolce Vita" besang. Fein, denn ein bisschen Italo-Disco war noch nie verkehrt. "Up Denali" erinnert mit seiner Melodieführung und den Kuhglocken an Massive Attacks "Unfinished Sympathy". Am Ende schenkt uns Jay Shepheard auch noch den Frühling - in Form des Tracks "Too Much Love". (Marco Weise)

KURIER-Wertung: **** von *****

Crazy Blues

Eine Zeitreise durch gut fünf Jahrzehnte Bluesgeschichte, auf den Spuren von Mamie Smith, Ma Rainey, Esther Phillips, Nina Simone und Dinah Washington. Eine Liebeserklärung von China Moses an die Musik, aus der heraus einmal der Jazz geboren wurde – mit Gastsängern wie Hugh Coltman und Sly Johnson. Die Tochter von Dee Dee Bridgewater, sexy und stimmgewaltig, mit zwölf Stücken voll Herzschmerz und Wut. (Ros)

KURIER-Wertung: **** von *****

s/t

Von „Here I Am“ bis zum Schluss-Walzer „The Nighttime Stopped Bleeding“ klingt alles wie verträumter Folk-Pop aus den Sixties: Bittersüß und gnadenlos harmonisch. Zehn Songs mit Adam Green und Binki Shapiro: Sie säuselt mit glockenhellem Stimmchen melancholisch. Er, bekannt als eigenbrötlerischer Anti-Folker, macht den sonoren Pop-Crooner. Nicht weltbewegend, aber stim-mungsaufhellend. (Schoki)

KURIER-Wertung: **** von *****

Tipp: Live am 28. März 2013 im Flex.

Bootleg Box Nr.2: Live 1969

Ein Fest für die Ohren, das nicht nur Jazz-Forensiker erfreut: Das Genie an der Trompete und sein Third Great Quintet (The Lost Band 1969–1970) mit Wayne Shorter, Chick Corea, Dave Holland und Jack DeJohnette am Höhepunkt ihres Schaffens – mit je zwei einstündigen Live-Sets aus Antibes und Stockholm sowie – auf DVD – einer 46 Minuten Live Performance aus Berlin. Alle Titel unreleased und remastered. (Ros)

KURIER-Wertung: ***** von *****

Wonderful, Glorious

Mark Everett alias Eels ist wieder zu seelischen Kräften gekommen, hat die verhuschten Indie-Balladen aufgegeben und bringt ein dröhnendes, groovendes, herrlich seltsames Rockalbum heraus. (Guitar)

KURIER-Wertung: **** von *****

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