Die Garbo: Filmdiva mit vielen Geheimnissen

Greta Garbo umgab schon zu Lebzeiten eine mysteriöse Aura, noch heute beschäftigen ihre Geheimnisse. Heute hätte sie ihren 106. Geburtstag gefeiert.

Sie wurde zwischen 1926 und 1941 mit Filmen wie "Mata Hari", "Anna Karenina" und "Ninotschka" zur vielleicht berühmtesten Filmdiva aller Zeiten. Hollywood verlieh ihr aber nicht einen Oscar für ihre 24 US-Filme. Kinobesucher bewunderten ihre Schönheit und ihre Scheu, hinter der sich unendliche Geheimnisse zu verbergen schienen. Ein fein gezeichnetes Gesicht mit einer Alabaster-Haut, das die Kamera zu einem kunstvollen Spiel von Licht und Schatten herausforderte. Mit G. W. Pabsts drehte sie 1925 "Die freudlose Gasse" (Bild) bevor das Studio MGM sie entdeckte und in den USA zum großen Star hochstilisiert wurde. In Hollywood drehte sie Filme wie "Der Strom" (1926), "Die Versucherin" (1926), "Das Fleisch und der Teufel" (1927). Die Garbo wurde zum Weltstar.

In den 30er Jahren kamen ihre bekanntesten Filme "Anna Christie" (Bild), "Anna Karenina", "Königin Christine" und "Die Kameliendame" auf die Leinwand. Erfolg und Lob war sie gewohnt, umso härter traf es sie, dass ihr Film "Die Frau mit den zwei Gesichtern" (1941) bei den Kritikern gnadenlos durchfiel. Die Garbo entschied, nie mehr zu filmen, verließ Hollywood und zog sich nach New York. Ihr Mythos lebte fast fünf Jahrzehnte weiter. Ihr Privatleben hielt sie schon während ihrer Karriere strikt geheim. Deshalb hatten sich nach ihrem Rückzug aus dem Filmgeschäft mit nur 36 Jahren früh Legenden um sie gebildet.



Das schürte Spekulationen und umgab sie mit einer mysteriösen Aura. Affären mit verheirateten Männern wie dem Dirigenten Leopold Stokowski und mit Bankier George Schlee sind ebenfalls dokumentiert.

Garbos Herz gehörte jedoch angeblich nur ihrem "Entdecker" Mauritz Stiller. Der russisch-jüdische Emigrant ging 1927 von Hollywood wieder nach Schweden zurück, wo er bereits ein Jahr später starb. Er hat ihre Zuneigung angeblich nicht erwidert. Aber auch die Frage, ob das wirklich so war, ist eines der vielen Geheimnisse, die die rätselhafte Frau mit ins Grab nahm.
(apa, red. / mich) Erstellt am
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