Caroline Peters und eine Kiste, in der sich eine Leiche befindet

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Kultur
08/19/2019

"Die Empörten" bei den Festspielen: Eine Leiche, die niemanden interessiert

Salzburg: Die Uraufführung von "Die Empörten" setzt dem Schauspielprogramm einen enttäuschenden Schlusspunkt.

von Guido Tartarotti

Eine Enttäuschung brachte die letzte Schauspiel-Premiere der Salzburger Festspiele: Die Uraufführung von „Die Empörten“ von Theresia Walser, eine Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart, ist nur gehobenes Stadttheater. Warum dieser Text bei den Festspielen herauskommt – die ja den Anspruch haben, das Beste vom Besten zu bieten – ist völlig unklar. Es gibt auch keinerlei Zusammenhang mit dem heurigen Festspielmotto „Mythen“ (nicht, dass solche Mottos so wichtig wären, aber es fällt auf).

Das Stück beginnt wie ein rasantes „Well made play“: Ein Sack wird auf die Bühne geschleppt, darin steckt eine Leiche, die wird umgehend in einer Truhe versteckt (ein Fuß soll noch herausschauen, das klappte aber bei der Premiere nicht, die Schauspieler mussten den Fuß wieder aus der Kiste herausziehen).

Die Situation rund um diese Kiste ist an sich perfekt gebautes Komödientheater: