Ab kommender Saison neuer Chefdirigent der Wiener Symphoniker: Philippe Jordan

© KURIER/schraml wilhelm

Das geht in Zukunft aber noch viel besser
11/28/2013

Das geht in Zukunft aber noch viel besser

Kritik: Die Wiener Symphoniker mit ihrem künftigen Chefdirigenten Philippe Jordan.

von Gert Korentschnig

Die Wiener Symphoniker haben in dieser Saison keinen Chefdirigenten (und dass ihr letzter, Fabio Luisi, enorm präsent gewesen wäre, kann man auch nicht wirklich behaupten). Das hört man leider auch.

Ab der kommenden Saison übernimmt Philippe Jordan diese Funktion, in der Zeit des Interregnums leitet er schon vier Konzertblöcke. Der Schweizer, der in Paris Musikdirektor der beiden großen Opernhäuser ist, wird mit dem Orchester der Stadt Wien viel erreichen – er ist ein exzellenter Kapellmeister, enorm präzise in seinem Dirigat, analytisch in seinem Zugang und um Interpretationen ringend. Das Konzert am Mittwoch im Musikverein zeigte aber: Es wartet enorm viel Arbeit auf ihn.

Das Vorspiel zu Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ geriet primär chaotisch, man hatte nicht den Eindruck, dass die komplexe Struktur dieses Auftaktes in C-Dur wirklich erfasst wurde. Einige Musiker klebten mit ihren Augen auch permanent an den Noten und ließen Jordan (der alles auswendig dirigierte) links liegen. Bei den Hans-Sachs-Passagen (Flieder- und Wahnmonolog, Schlussansprache) wurde sogar der mächtige Robert Holl überdröhnt, obwohl Jordan intensiv um Differenzierung bemüht war.

Nach der Pause ging es mit Schumanns Zweiter Symphonie in C-Dur aufgrund zahlreicher Unsauberkeiten beim Blech nur unwesentlich besser weiter. Erst im Adagio espressivo zeigten die Streicher, welchen Klang sie erzielen können. Der Weg war also schon bei diesem Konzert richtig: Eine kontinuierliche Steigerung.

KURIER-Wertung:

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