Aus dem Buch „…6,7,8, Gute Nacht“. Illustration: Michael Roher, Luftschacht Verlag, 2011

© Illustration: Michael Roher

Kultur
04/06/2021

Christine-Nöstlinger-Preis geht an Michael Roher

Der niederösterreichische Autor und Illustrator Michael Roher ist der erste Preisträger des Christine-Nöstlinger-Preis, der neuen Auszeichnung für Kinder- und Jugendbuch.

Der heuer erstmals vergebene Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur geht an den Autor und Illustrator Michael Roher. Der von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam ausgerichtete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und soll künftig jährlich verliehen werden, wobei eine Jury die Preisträgerin oder den Preisträger nominiert.

Michael Roher, 1980 in Niederösterreich geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in und um Krems an der Donau. Nach seiner Ausbildung zum Sozialpädagogen in Wien, arbeitete er als Freizeit-, Spiel- und Zirkuspädagoge, sowie als Autor und Illustrator von (vorwiegend) Kinderbüchern. Seine Geschichten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Michael Roher lebt mit seiner Familie in Baden bei Wien.

Jurybegründung*

„Seit 2010 hat Michael Roher ein Werk geschaffen, das in seiner Vielfalt und künstlerischen Qualität in der heutigen österreichischen Kinder- und Jugendbuchliteratur seinesgleichen sucht. Gut zwei Dutzend Bücher hat der gebürtige Niederösterreicher geschaffen und mitgeschaffen. Unerschöpflich scheint seine Neugier auf neue Techniken und Materialien, neue Motive und Spielformen, zeichnerisch wie sprachlich. Seine Illustrationen beeindrucken durch ihre Detailkunst, die verschmitzte Unvorhersehbarkeit sowie die Kraft, mit der sie den Betrachter in Träume treiben und eigene Geschichten zu erzählen beginnen. In seinen Texten führt Michael Roher die große heimische Tradition des Sprachspiels fort. Mit Christine Nöstlinger verbindet ihn unter anderem die Lust am kreativen Umgang mit dem österreichischen Dialekt, die Nähe zu den kindlichen Leser*innen und sein engagierter, menschenfreundlicher Optimismus. ‚Dann schauen wir einander an und sind dankbar‘, sagte Michael Roher einmal über gelingende Bilder in seinen Büchern. Vielen Leser*innen, Kindern wie Erwachsenen, geht es mit seinen Büchern wohl so.“


*Die Jury bestand heuer aus: 
Karin Haller, Geschäftsführung Institut für Jugendliteratur
Paulus Hochgatterer, Primarius der klinischen Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Tulln
Anne-Catherine Simon, Redaktion Feuilleton „Die Presse“

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