© Steve Ullathorne/Kim Wilde/Steve Ullathorne, Steve Ullathorne

Kultur
04/03/2018

CD der Woche

Die britische Pop-Ikone der Achtziger veröffentlicht mit "Here Come The Aliens" ein neues Album.

von Marco Weise

Das waren Zeiten, damals in den 80er-Jahren, als Kim Wilde in den Videos zu „Kids In America“, „You Keep Me Hangin’ On“ und „Cambodia“ mit  Haarsprayfrisur zu knalligen Synthie-Pop-Melodien verhalten, gar etwas traurig in die Kamera schaute und dabei erotische  Lippenübungen machte. Dazu blies die Windmaschine  von vorne und waren die schultergepolsterten Blousons  figurbetont. Huch! Der Output, den die Britin zum Karrierestart vorlegte, prägte eine Generation – und Wilde ist auch heute noch gern gesehener Gast auf Geburtstagspartys – dann,  wenn es feucht-fröhlich wird. Für das neue Album schmeißt sich die  mittlerweile 57-Jährige noch einmal in die Lederjacke  und lässt damit so manch jüngere  Kollegin alt aussehen.  Neben  einigen  schwachen, schmalzigen Momenten finden sich auch gelungene  Songs auf der Platte – „Different Story“ ist  so einer.   Am Ende tanzt man aber besser zur  ihren Nummern  von anno dazumal:  „Dancing In The Dark“. Am 19. 10. gastiert Kim Wilde in der Ottakringer Brauerei.

 

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