Kultur
24.04.2017

Baumgartner stellt Bedingungen für Diskussion mit Milborn

Extremsportler will Diskussion auf "Servus TV" und wirft "Puls 4" selbst Sexismus vor.

Felix Baumgartner will die Einladung von Puls-4-Info-Chefin Corinna Milborn zu einer Diskussion über sein Frauenbild nur unter Bedingungen annehmen. Der Extremsportler hatte mit einem Posting für Aufregung gesorgt, in dem er eine Werbekampagne für einen Unterwäsche-Hersteller verteidigte und Milborn dabei sexistisch angriff. Nun schlug er eine Diskussion auf "Servus TV" vor.

"Geben Sie sich sportlich Frau Milborn und probieren Sie es doch mal mit einem Auswärtsspiel", will Baumgartner das von Milborn geforderte Gespräch auf den Sender seines Stratosphären-Sprung-Sponsors "Red Bull" verlagern. In seinem aktuellen Posting auf Facebook von Montagnachmittag schlägt er unter anderem als weitere Teilnehmer auch noch die Marketing-Verantwortlichen des Unterwäsche-Herstellers vor, der mit einem Werbe-Sujet den Streit entfacht hatte.

Baumgartner wirf Puls 4 Sexismus vor

Gleichzeitig wirft der Extremsportler Milborns Sender "Puls 4" ebenfalls Sexismus vor - nämlich aufgrund der dort ausgestrahlten Sendung "Austria's next Topmodel". Aufgrund diverser in der TV-Show gefallener Aussagen könnte man die These aufstellen, dass eine einzelne ausgestrahlte Folge so viel Sexismus enthalte, wie alle von der Unterwäsche-Firma affichierten Plakate der letzten 100 Jahre, meinte der Extremsportler. Er fordert von Milborn daher "etwas kritische Selbstreflektion".

"Mir jedoch Sexismus und Frauenfeindlichkeit zu unterstellen ist grenzwertig, ja fast schon pervers", empörte sich Baumgartner - mit Verweis auf seine Bekanntschaften zu erfolgreichen Frauen sowie seiner eigenen Lebensgefährtin. "Mir ging es vor allem darum, mit einer polarisierenden Aussage auf diese aktuell herrschende Doppelmoral in der Medienlandschaft hinzuweisen", rechtfertigte er sein Posting.

Doppeldeutigkeiten kann Baumgartner dennoch nicht lassen. In seinem Posting meint er zu Milborns Internet-Aktivitäten: "So etwas nennt man Selbstbefriedigung in den sozialen Netzwerken."