Kultur
01.05.2018

Aviciis genaue Todesursache offenbar geklärt

Ein amerikanisches Klatschportal berichtet über die Umstände des Todes des schwedischen DJs.

In einem Statement hatte die Familie des schwedischen DJs Avicii bereits angedeutet, dass der 28-Jährige freiwillig aus dem Leben geschieden war. Er habe "nicht mehr weitermachen können", hatte es in der Erklärung geheißen. Tim Bergling, bekannt geworden unter dem Künstlernamen Avicii, sei eine zerbrechliche künstlerische Seele gewesen.

Nun hat das Klatschportal tmz.com Details zu den Umständen des Todes des weltbekannten DJs veröffentlicht. Der Musiker war am 20. April in Maskat, der Hauptstadt des Oman, tot aufgefunden worden. Einen kriminellen Hintergrund hatte die Polizei des arabischen Landes ausgeschlossen. Auf Wunsch der Familie gab die Polizei aber keine weitere öffentliche Stellungnahme ab. Der Elektromusiker war mit Liedern wie "Wake Me Up" und "Hey Brother" ein globaler Superstar geworden.

Avicii hatte unter seinem Erfolg und deren Nebenerscheinungen aber oft gelitten. Im Sommer 2015 sagte er darum für acht Monate alle Shows ab, fing mit Sport, gesunder Ernährung und Psychotherapie an, um mit Panikattacken besser umgehen zu können. Außerdem traf er die Entscheidung nicht mehr auftreten zu wollen, sondern lieber in Ruhe Musik zu produzieren.

Viele Pop-Kollegen trauerten um Avicii. "So traurig ... So tragisch. Auf Wiedersehen, lieber, bezaubernder Tim", schrieb Sängerin Madonna. Der Franzose David Guetta twitterte, die Welt habe einen unglaublich talentierten Musiker verloren.

Nach dem Tod Aviciis hielten zahlreiche Clubs in Schweden Schweigeminuten ab, sogar Kirchen und Rathäuser spielten seine bekanntesten Hits mit ihren Glocken. "Wir wollen allen für die Unterstützung und all die liebevollen Worte über unseren Sohn und Bruder danken", schrieb die Familie.

www.suizid-praevention.gv.at

Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken dabei, sie zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet unter der Rufnummer 142 schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken.

Das neue österreichische Suizidpräventionsportal www.suizid-praevention.gv.at bietet viele Informationen zu Hilfsangeboten.

Unter diesen Nummern erhalten Sie schnelle und qualifizierte Hilfestellung:

Psychiatrische Soforthilfe (0-24 Uhr): Tel. 01 / 313 30

Kriseninterventionszentrum (Mo-Fr 10-17 Uhr): 01 / 406 95 95

Rat auf Draht (0-24 Uhr, für Kinder und Jugendliche): 147