Kultur
03.04.2018

Aus "Frisch gekocht" wird "Schmeckt perfekt"

Aus „Frisch gekocht“ wird „Schmeckt perfekt“. Die ORF-Kochshow präsentiert sich ab heute, Dienstag, mit neuem Konzept und im neuen Design.

Kochen hat im ORF eine jahrelange Tradition. Einige Hobbyköche unter Ihnen können sich wohl noch an den Start von „Frisch gekocht ist halb gewonnen“ im September des Jahres 1999 erinnern, wo einem Elisabeth „Lizzi“ Engstler an der Seite des Tiroler Kochs Alois Mattersberger so einiges auftischte. Während Mattersberger in den folgenden Jahren weiterhin in der Show-Küche stand, wurden ihm jährlich neue Küchengehilfinnen – Pardon! – Moderatorinnen zur Seite gestellt. Auf Engstler folgte Katrin Reisinger. Auf Reisinger folgte Sabine Petzl. Und auf Petzl folgte Simone Heher. 2003 kam der erste Relaunch: Peter Tichatschek lud als Gastgeber gemeinsam mit Köchen aus allen neun Bundesländern Kandidaten ein, die um den Titel „Kochchampion“ würzten und flambierten.

Ab 2006 wurde das Konzept unter neuem Namen fortgesetzt: „Frisch gekocht“. 2008 übernahmen die verhaltensauffälligen Andi & Alex den Kochlöffel und rühren gehörig um. Vorbei war es mit der gemächlichen Kochsendung am Nachmittag, die nach den aufregenden Meldungen aus aller Welt, die davor in der Mittags-ZiB um 13 Uhr präsentiert wurden, stets blutdrucksenkend wirkte. Denn „Frisch gekocht mit Andi & Alex“ war Kochen auf Speed – inklusive Humorverständnis, das man in Villach gerne zur Faschingszeit pflegt. Damit war 2015 aber so gut wie Schluss, denn Andi & Alex standen nur noch freitags vor dem Herd und überließen von Montag bis Donnerstag anderen Köchen den Vortritt.

Tipps und Tricks

Ab heute, Dienstag, wird unter der Woche ohne Schenkelklopfer gegart. Denn nach mehr als 3300 Folgen „Frisch gekocht“ steht „Schmeckt perfekt“ am Programm. Und dabei spielen Andi & Alex keine Rolle mehr.

Neben einem neuen Titel kann die tägliche Kochsendung auf ORF2 auch noch mit einer neuen Deko, Küche und einem neuen Konzept aufwarten. Bei all diesen Neuigkeiten bleibt einiges auch beim Alten. Die Sendezeit zum Beispiel: von Montag bis Freitag werden die neue Folgen jeweils um 14 Uhr ausgestrahlt – inklusive Wiederholungen am nächsten Tag um 9.30 Uhr.

Angst nehmen

Die Idee hinter dem nun durchgeführten Update war, das vorhandene Konzept weiterzuentwickeln. Dazu wurde das Beste aus der Vergangenheit beibehalten und mit neuen Technologien erweitert. Dazu gehören Tutorials im Internet und Tipps und Tricks am Rande der Sendung. In jeder Folge werden zwei Rezepte nacheinander gekocht – abwechselnd zubereitet vom achtköpfigen „Schmeckt perfekt“-Kochteam. Zum Auftakt bereiten Heinz Reitbauer und Milena Broger ( siehe Kasten ) jeweils ein Essen zu. „Mir geht es vor allem darum, die Zuseher über die von mir verwendeten Produkte zu informieren. Dabei möchte ich ihnen auch die Angst vor noch unbekannten Lebensmitteln nehmen“, sagt Heinz Reitbauer im KURIER-Gespräch. Der „Koch des Jahrzehnts“, wie Heinz Reitbauer von der Gourmet-Bibel Gault&Millau bezeichnet wird, legt bei seinen Rezepten den Fokus auf die österreichische Küche, die er gerne anders, neu interpretiert. Angebrannt sei ihm während der Dreharbeiten noch nichts. Und falls Fehler passieren, „kann man sie im Fernsehen ja nachträglich kaschieren“, sagt Reitbauer, der hauptberuflich im Restaurant „Steirereck“ kocht.

Muscheln zum Auftakt: In der Auftaktsendung von „Schmeckt perfekt“ kocht Heinz Reitbauer „Puntarelle mit Muscheln“. Und Milena Broger wird „Vietnamesische Frühlingsrollen“ drehen. Teil des  „Schmeckt perfekt“-Kochteams sind u. a.  Lisl Wagner-Bacher, Hannes Müller, Richard Rauch und Paul Ivic. Gekocht wird  von Mo. bis Fr. ab 14 Uhr auf ORF2.