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KURIER Talk
07/21/2022

Aperitivo und Amore: Christian Meringolo besingt die italienische Leichtigkeit

Der in Bonn lebende Italiener hat mit "Solare" sein neues Album veröffentlicht. Im KURIER Talk spricht er übers Traumschiff und das italienische Lebensgefühl.

von Marco Weise

Dass er Musiker werden wollte, stand für Christian Meringolo schon sehr früh fest. Er habe schon als Kind viel Musik gehört, damals noch Kassetten mit Songs Eros Ramazzotti. Diese italienische Popmusik aus den 80er- und 90er- Jahren habe ihn dann auch sehr geprägt, wie er sagt. Nachzuhören ist das auf seinem neuen Album "Solare", das der in Bonn lebenden Italiener kürzlich veröffentlichte. Darin spielt, wie der Albumtitel "Solare" (heiter, sonnig) bereits verrät, die Sonne eine der Hauptrollen: Zu hören sind darauf zwölf sommerliche, optimistische und lebensbejahende Songs. 

Geschrieben hat der 35-Jährige diese Lieder allesamt selbst – auf der Gitarre oder am Klavier. Das Album atme italienisches Lebensgefühl, wie Christan Meringolo im Gespräch betont. Aber was genau macht dieses Lebensgefühl aus? "Liebe. Ein bisschen Melancholie, Leid. Auch das gehört dazu. Und natürlich viel, viel Freude am Leben. Zusammen Essen gehen und Zeit mit Leuten verbringen. Aperitivo trinken und einfach die Zeit genießen, nicht zu viel an die Arbeit zu denken, wenn man kann.“

Traumschiff

Zu seinen Arbeitsplätzen zählen nicht nur Bühnen in Österreich, Deutschland und Kroatien, sondern auch das Traumschiff (MS Amadea), wo er dann als Musiker mit auf Reisen geht. "Ich versuche, eineinhalb Monate pro Jahr mit dem Schiff zu reisen. Und das Traumschiff ist eine großartige Gelegenheit, die mir geboten wurde. Ich bin seit 2018 Teil des Programms und begleite das Schiff auch manchmal, wenn die Schauspieler dabei sind. Die nächste Reise ist jetzt im November geplant - nach Italien und Kroatien. Und im März geht es nach Asien, von Tokio nach Hongkong. Ich veranstalte an Bord einmal pro Woche einen großen italienischen Abend. Das ist eine schöne Sache, ein großes Geschenk."

Mit der Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen, gestaltete sich für Meringolo anfänglich noch schwer, wie er sagt. "Ich habe früher im Bereich Versicherungen und Bank gearbeitet und erst 2013 den Entschluss gefasst, dass ich nur noch Musik machen möchte." Die Startphase war nicht einfach, "daher musste ich lernen, alle möglichen italienischen Songs zu spielen, die die Leute in Deutschland kennen. Songs von Gianna Nannini, Eros Ramazzotti und Al Bano und Romina Power. Nach und nach ist das Repertoire gewachsen: Von Adriano Celentano über Lucio Dalla bis hin zu Zucchero hat er sie alle drauf, die bekanntesten italienischen Popsongs. "Es sind in etwa so 200 Songs, die ich jederzeit spielen kann", sagt er.

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