Kultur
09.05.2018

646 Millionen Dollar für Rockefellers Kunst

Der erste Tag der Versteigerung der Besitzümer des Milliardärs brach bereits den geltenden Rekord.

Die Auktion der Kunstsammlung des verstorbenen US-Milliardärs David Rockefeller hat den Weltrekord für die teuerste Privatkollektion gleich am ersten Tag gebrochen. Mit einem Erlös von 646,1 Millionen Dollar (541,38 Mio Euro) inklusive Kaufprämie übertraf sie zum Auftakt am Dienstag die Versteigerung des Besitzes von Yves Saint-Laurent. Die Sammlung des verstorbenen französischen Modeschöpfers hatte 2009 in Paris 373 Millionen Euro eingebracht. Die Rockefeller-Auktion läuft bis Donnerstag in mehreren Runden bei Christie's in New York, bis Freitag gibt es noch eine Online-Auktion.

Zum Auftakt kamen 44 Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert unter den Hammer. Am begehrtesten war dabei Pablo Picassos „Junges Mädchen mit Blumenkorb“, das für 115 Millionen Dollar (97 Mio. Euro) den Besitzer wechselte. Es zeigt die Blumenverkäuferin Linda vom Pariser Montmartre als Akt mit einem Strauß roter Rosen. Der spanische Maler fertigte es 1905 an und damit nur ein Jahr, nachdem er sich in Paris niedergelassen hatte. Vor Rockefeller besaß das Gemälde nur die Schriftstellerin Gertrude Stein, die es direkt von Picasso gekauft hatte.
Mehrere Gemälde holten Rekordpreise für den jeweiligen Künstler. Darunter war Claude Monets Seerosenteich „Nymphéas en fleur“, das 84,7 Millionen Dollar (71 Mio Euro) erzielte. Mit einem Verkaufspreis von 80,8 Millionen Dollar (68 Mio Euro) knackte der Akt „Odaliske mit Magnolien“ den Rekord für das teuerste Gemälde von Henri Matisse. Paul Gauguins Seelandschaft „Die Welle“ kam auf 35,2 Millionen Dollar (30 Mio Euro), auch der Rekord für das teuerste Gemälde von Eugène Delacroix wurde mit 9,9 Millionen Dollar (8 Mio Euro) für „Tiger mit Schildkröte“ gebrochen.