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Fans
09/15/2019

5 Gründe, warum wir Downton Abbey lieben

An ihrem Höhepunkt hatte die Serie 13,3 Millionen Zuschauer pro Folge. Die wichtigsten Argumente, weshalb die Serie so gut ankam.

von Anna-Maria Bauer

Es genügen die ersten Klänge des Titellieds von John Lunn, um Fanherzen höher schlagen zu lassen.

Und derer gibt es viele.

Immerhin ist „Downton Abbey“ die meistgesehene Serie der vergangenen 45 Jahre des amerikanischen Senders PBS. Teilweise gab es 13,3, Millionen Menschen pro Folge. Kommende Woche läuft nun der Film dazu in den heimischen Kinos an.

Aber was macht die Faszination der Crawley-Familie aus? Der KURIER hat fünf Hauptgründe ausgemacht:

1. Die Charaktere

Obwohl es eine Welt der weißen, privilegierten Oberschicht ist: Die Charakter sind derart charmant skizziert, dass man mit den teils absurden Dramen der Oberschicht (Stichwort: türkischer Diplomat stirbt bei heimlichem Techtelmechtel in Lady Marys Bett) ebenso mitfühlt wie mit den existenzbedrohenden Problemen der Dienstboten (etwa die Suche nach Mr. Greens Mörder).

2. Die Zeit

Dinnerpartys und Pferderennen, der Erste Weltkrieg und das erste Telefon. „Downton Abbey“ nimmt Zuseher mit auf eine Zeitreise und die Langsamkeit der Vergangenheit ist in einer Zeit der Reizüberflutung äußerst angenehm. Historiker haben übrigens auf historische Akkuratheit geachtet. Nur eine Sache, räumte Alastair Bruce einmal ein, sei nicht korrekt: der Akzent. „Der wäre für das heutige Ohr zu mühsam.“

3. Das Schloss

Die Ort des Geschehens ist malerisch  – und real: Das Herrenhaus "Highclere Castle" liegt in der englischen Grafschaft Hampshire, rund sechs Autostunden von London entfernt.

Besitzer sind Earl und Lady von Carnarvon. Für 17 Pfund kann man Herrenhaus und Garten besichtigen. Durch die Serie ist die jährliche Zahl der Besucher von 40.000 auf 90.000 gestiegen.

4. Der Humor

Sie urteilte über Modewörter: „What is a weekend?“ („Was ist ein Wochenende?“) ebenso wie über Gesellschaftsschichten: „Don’t be so defeatist. It’s very middle class“ („Sei nicht so pessimistisch. Das ist so Mittelklasse.“) Dame Maggie Smith stellt in ihrer Rolle der Lady Violet Crawley den personifizierten englischen Humor dar – und wurde dafür mit drei Emmys, ihren ersten Actors Guild Award und drei Golden Globe Awards ausgezeichnet. 

5. Die Kleider

Feinste Roben, mit Bändern, Schleifen und viel Spitze – die Kleidungsstücke der Serie haben auch Designerin  Lena Hoschek inspiriert. 2016 brachte sie sogar eine Kollektion mit dem Titel „The Brits“ heraus“ Dabei verarbeitet: typisch englische Stoffe wie Harris Tweed oder Waxed Cotton. 

Was sie am meisten fasziniert: „Wie schön man an den Kleidern die Emanzipation sehen kann. Im Laufe der Serie werden die Kleider geradliniger, die Korsetts lockerer  und mehr Bein wird sichtbar.“

Outfittechnisch (ebenso wie charakterlich) ist Lady Violet Crawley ihr Favorit: "Sie sieht aus, als wäre sie aus dem viktorianischen Zeitalter gefallen.“

Und für alle, die noch immer nicht ganz überzeugt sind, gibt es hier noch einmal den Trailer: