Fröhliche Fische und farblose Farben

Wissen Sie, was oder wie ein Schlammpeitzger ist?
Christina Böck

Nach dem Jahr ist vor dem Jahr. Jetzt ist wieder die Zeit, in der die ganzen Insekten, Fische, Vögel, Pflanzen, Bäume des Jahres gewählt werden. Da hört man dann Namen von Lebewesen, die man noch nie gehört hat und sich auch in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen hätte können. Zum Beispiel Schlammpeitzger. Das ist der österreichische Fisch des Jahres 2026. Im Online-Anglermagazin „Blinker.de“ wird ihm noch ein anderer Name zugeschrieben. Furzgrundel. Das hat der/die eine oder andere vielleicht schon mal gehört. Aber eventuell nicht im Fisch-Zusammenhang.

Für einige Aufregung und so manche Häme im Internet hat heuer die Wahl zur Farbe des Jahres gesorgt. Das Farbforschungsinstitut Pantone hat sich für die Nuance „Cloud Dancer“ entschieden. Beschrieben als „Flüstern von Ruhe und Frieden in einer lauten Welt“ ist es – einfach weiß. Nun kann man sagen, nachdem man 2025 ein mondänes, nun ja, Braun zur Farbe des Jahres erkoren hat, ist nur konsequent, sich der melancholischen Drögheit noch weiter zu ergeben. 2027 darf dann Staubbeige folgen, 2028 vielleicht Grabsteingrau, bis dann endlich 2029 Abgrundschwarz sich durchsetzt.

Schiacher als Senf

Oder man entscheidet sich für Pantone 448 C, auch Opaque Couché genannt. Laut Pantone ist das eine beliebte Schattierung bei Sofas und Schuhen. Und es ist amtlich die hässlichste Farbe der Welt. Opaque Couché versprüht den Charme von etwas länger liegendem Hundekot und schlug deshalb in einer Umfrage die Farbkollegen Dunkelgrau und Senf. Selbst der Schlammpeitzger ist fröhlicher gefärbt.

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