Kolumnen
01/01/2022

Wir

Vernünftig sein. Unvernünftig sein. Verschieden sein. Und trotzdem: wir.

von Guido Tartarotti

Der 1. Jänner ist ein wunderbarer Tag. Niemand redet laut. 365 weiße Kalenderseiten liegen vor uns und warten darauf, mit neuen Geschichten beschrieben zu werden.

2021 war das Jahr, in dem wir lernten, vernünftig zu sein. Die Rhetorik von der Spaltung der Gesellschaft stimmt ja nicht: Die große Mehrheit der Menschen verhält sich verantwortungsbewusst, vielleicht aus Überzeugung, vielleicht auch nur zähneknirschend, egal. Die Gruppe der Entwurmten, die aufgrund fehlender Empathiefähigkeit oder Verunsicherung die Flucht in blödsinnige Verschwörungstheorien angetreten hat, ist winzig klein.

Die Hoffnung für 2022: Dass  wir nicht ganz verlernen, auch einmal unvernünftig zu sein. Dass das Leben  uns gestattet,  manchmal zu feiern, als gebe es kein Morgen. Weil wir wissen, dass es immer ein Morgen geben wird.  Dass wir uns die Freiheit nehmen, alle unterschiedlich und trotzdem ein Wir zu sein.

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