Ohne Sicherung auf 500-Meter-Hochhaus: Lieber zeitversetzt

Eine Person klettert an einer großen Metallskulptur an einem Hochhaus, während zwei weitere Personen an Seilen hängen.
Nur mit dem Wissen, dass alles gut gegangen ist, konnte sich Ihr Fernschauer das Netflix-Event „Skyscraper Live“ antun.

Die Möglichkeit, Live-Ereignisse zeitversetzt ansehen zu können, hat Vorteile, aber auch einen gravierenden Nachteil: Man muss höllisch aufpassen. Jede Push-Benachrichtigung, jedes Whatsapp oder SMS kann der Spannung jäh ein Ende bereiten. Auch wenn man Maßnahmen ergreift, tappt man immer wieder in die Falle. Bei der Abfahrt von Kitzbühel hat es geklappt, wenngleich zusätzliche Gefahrenquellen (vulgo: gleichgesinnte Mitschauer) anwesend waren.

Nur mit dem Wissen, dass alles gut gegangen ist, konnte sich Ihr sonst wagemutiger Fernschauer das Netflix-Event „Skyscraper Live“ antun. Allein der Gedanke, Alex Honnold beim Erklimmen des 508 Meter hohen, oft überhängenden Wolkenkratzers Taipei 101 abstürzen sehen zu können, war zu grausig. Der Freeclimber musste höllisch aufpassen, ein einziger Fehltritt hätte den Tod bedeutet. 

Irgendwann gewöhnt man sich an den Anblick, wenn der völlig unbekümmert wirkende Amerikaner Fenstersims für Fenstersims hochklettert - und bewusst auch schwierige riesige Metallornamente bezwingt. 

Dennoch gilt hier: lieber zeitversetzt.

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