Olympia und Opernball: Alles Drohnen!

Der Gesurre der Kamerafluggeräte muss man sich wohl oder übel gefallen lassen.
Olympia und Opernball: Alles Drohnen!

Den quälenden Klang der Vuvuzelas, die 2010 über der Fußball-WM in Südafrika einen Tausenden Gelsen gleichenden Klangteppich ausbreiteten, hatte man endlich aus den Gehörgängen gebracht. Aber nun bläst die nächste Dröhnung zum Halali auf die sportinteressierten Trommelfelle. Bei praktisch jeder Olympia-Übertragung jagen Drohnen durchs Geschehen, über Skipisten, Sprungschanzen, sogar im Eiskanal, um noch spektakulärere Bilder in die Wohnzimmer zu liefern. Allerdings wurde noch kein geräuschloses Kamerafluggerät erfunden – und den Atmo-Ton ganz wegzulassen, ist keine Option. Also muss man sich das irre Gesurre wohl oder übel gefallen lassen. 

Fragt sich nur, wohin die Drohnenreise noch geht. Fliegen die Dinger dereinst auch von Opernballloge zu Opernballloge? Liefern sie dorthin Sacherwürstel und führen Interviews? Gibt es dann „Alles Drohnen!“ und Drohnenballett? 

Soll sein. Aber bitte – bitte! – ohne Surren.

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