Ein Stamperl Trump

Ein Stamperl Trump
Der US-Präsident lieferte Medien lange Zeit guten Stoff. Nun aber ist dessen Toxizität gestiegen und die Haltbarkeit gesunken.
Michael Huber

Michael Huber

Der „Dry January“ geht heute zu Ende, und er hat mir gutgetan. Noch besser wäre ein Trump-freier Jänner gewesen, aber leider: Unmöglich. Ich muss den Konsum von Medieninhalten zum US-Präsidenten mittlerweile dosieren – mehr als ein Stamperl Trump täglich schadet der Gesundheit.

Daher war das Binge-Watching, das ORF 1 am Donnerstag mit drei 45-minütigen Segmenten der Doku „Die Donald Trump Show“ veranstaltete, auch nicht durchzuhalten. Zumal die Zeiten, in denen der MAGA-Mann als unterhaltsam durchging, vollends vorbei sind. 

Mit der permanenten Produktion verstörender Inhalte (bekannt als „Flood the Zone“-Strategie) sabotiert der Aufmerksamkeitsstaubsauger im Weißen Haus zudem jede Einordnung. Die Trump-Show, in der Sache unaktuell und im Stil eine Mischung aus hastigen Youtube-Reaktionsvideos und „House of Cards“, war somit auch eine Dokumentation des Scheiterns.

Kommentare