Das Duell der Poirots

Stille Rebellion im TV-Programm - und warum wieder einmal Loriot fehlt.
Christina Böck

Christina Böck

Es gibt ja Leute, die meinen: Peter Ustinov ist unerreicht. Ein Leben mit anderen Hercule Poirots ist möglich, aber sinnlos. Wie Loriot sagen würde. Wobei ein Loriot-Poirot, der hätte auch was gehabt, ganz ehrlich. Aber das war niemandem vergönnt. Der Ustinov, der schon. Es hat ja lange zur Festtagstradition gehört, dass eine alte Agatha-Christie-Verfilmung am 26., spätestens 27. Dezember im Programm lief. Agatha Christie ist geblieben. Aber Peter Ustinov nicht. Der wurde einfach von einem Jüngeren ersetzt. Kenneth Branagh zwirbelt jetzt den Schnurrbart in Zug und Schiff. Und am Sonntag Abend in „Haunting in Venice“ (ORF1, 20.15 Uhr). Aber irgendjemand in der Programmplanung versteht etwas von subtiler Rebellion. Denn auf 3sat gibt es zeitgleich Peter Ustinov in „Tod auf dem Nil“ zu sehen. Ein bisschen schade, dass es nicht zweimal der gleiche Film ist. Aber auch so: Der Vergleich wird schon sicher machen.

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