Besensport
Dass Curling kein Breitensport ist, erscheint absolut unverständlich anlässlich des Enthusiasmus, der dieser Sportart alle vier Jahre bei Olympischen Winterspielen entgegenschlägt (aber eben nur dann). Das Spiel mit den Steinen, die durch heftiges Schrubben am Eis in den Zielbereich geleitet werden, hat durch Instagram einen lustigen Echoraum erhalten: Ich mag etwa das Reel mit dem Hund, der auf einem Staubsaugerroboter sitzt und mit Besenhilfe durch die Wohnung geleitet wird, und jenes, in dem man versucht, den Transport eines Klaviers mit Besen zu beschleunigen.
Ich vermute, die Liebe zum Curling gründet darin, dass ein einfaches Haushaltsgerät eine so prominente Rolle spielt. Das lässt den Sport nahbarer erscheinen. In diesem Sinn ist es nur eine Frage der Zeit, bis das aus „Harry Potter“ bekannte Quidditch sowie Hobbyhorsing (Steckenpferdreiten) olympisch werden. Ich freue mich schon darauf.
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