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Weltuntergang

Vorkehrungen für das Ende der Welt zu treffen, kann einen wertvolle Lebenszeit auf dieser Welt kosten
Birgit Braunrath

Birgit Braunrath

Das Wort der Woche ist Weltuntergang. Von „Weltuntergangssekte“ bis „Warten auf den Weltuntergang“ geistert es durch die Schlagzeilen. Die Welt geht davon nicht unter. Aber klar ist auch: Das Herbeibangen des Weltuntergangs beeinträchtigt vielmehr das Leben der Bangenden als den Lauf der Welt.

Da gab es zum Beispiel vor ein paar Jahren in Italien einen Mann, der – heimlich – Vorratslöcher unter seinem Hof grub, um Wasser- und Wurzelgemüsereserven für den Tag nach dem Weltuntergang anzulegen. Die Nachbarn sollten nichts merken. Der Mann buddelte wie verrückt und übersah dabei, wie sein Hof abbrannte. Der erwartete atomare Weltuntergang blieb aus, aber die unerwartete Feuersbrunst machte seinem Haus ein Ende.

Natürlich kann man Vorkehrungen für den Weltuntergang treffen. Die Zeit bis dahin bewusst zu nützen und zu leben, schadet aber nicht.

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