Kolumnen | Weekender
23.03.2018

Alles Gute, Siluh Records!

Das Wiener Indie-Label feiert mit zahlreichen Bands seinen 13. Geburtstag im Flex.

Ein wesentlicher Grundstein für das, was hierzulande und im benachbarten Ausland um Wanda und Bilderbuch, Mynth und Leyya, Naked Cameo und Kreisky, Wandl und Farewell Dear Ghost, Dives und Mavi Phoenix passiert, wurde Mitte der Nullerjahre gelegt. In dieser für die österreichische Popmusik durchaus trostlosen wie kargen, weil kreativ ziemlich toten Zeit wurden in Wien viele kleine Labels gegründet. Sie errichteten dann mit viel Herzblut jene professionelle Infrastruktur, von der Bands noch heute profitieren: Siluh Records, Ink Music, Wohnzimmer Records, Fettkakao usw. usf. Jedes dieser Indie-Labels hatte zwar seine eigene Philosophie, seinen eigenen Sound, aber grundsätzlich wurde an einem Strang gezogen. Angetrieben vom gesunden Wettbewerb wurde das Niveau der heimischen Bands immer besser. Und schlussendlich so gut, dass uns die Deutschen gelegentlich darum beneiden. Einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatte  das von Bernhard Kern und dem Schauspieler Robert Stadlober gegründete Label Siluh Records, das u. a. Bands wie Ja, Panik hervorbrachte. Heute Abend feiert die Siluh-Familie im Flex  ihren 13. Geburtstag. Alles Gute!