Mein Sonntag
09/27/2020

Verschandelt: Kein guter Ausblick auf Wiens Schönheiten

Wenn Leuchtstoffröhren-Pommes die Aussicht auf ein Otto-Wagner-Gebäude verstellen.

von Katharina Salzer

Umzingelt. Steht Wien nicht gemeinhin für seine Schönheit? Wenn man auf der Pilgrambrücke verweilt und Richtung U4-Station schaut, muss man feststellen, auf Ästhetik, auf das Zur-Geltung-Bringen historischer Gebäude wird auch in dieser Stadt gepfiffen. Direkt vor dem Otto-Wagner-Bau ist (unter anderem) ein Fast-Food-Restaurant. Den Blick verstellt nicht nur das kastenartige Gebäude, sondern auch Riesenpommes aus Leuchtröhren. Hm. Nicht mh.

Umsonst. Was wurde eigentlich aus einer andern Wagner-Station; warum schaut „Meidling-Hauptstraße“ so hässlich aus? 1967 wurde das kunsthistorisch bedeutsame Bahnhofsgebäude der Idee einer Stadtautobahn geopfert. Damals gab es Proteste gegen den Abriss. Sie waren ohne Erfolg. Die Stadtautobahn kam nicht, aber der Autoverkehr ist da.

Umtost. Und wenn man schon entlang der Wien unterwegs ist: Eigentlich tut es im Herzen weh, dass die Westeinfahrt direkt an Schönbrunn vorbeigeht und der Verkehr die Sphinxen und Löwen der Schlossbrücke vom Schlossareal abtrennt. Es gab schon Anläufe, die Straße zu verschwenken. Offensichtlich – bis jetzt – erfolglos. Und das bei der beliebtesten Sehenswürdigkeit Wiens (irgendwann werden sie wiederkommen – die Touristen) und einem wichtigen Naherholungsgebiet.

Tipps. Otto-Wagner-Stationsgebäude sind gut zu besichtigen. Einfach in die U4 setzen am Karlsplatz aussteigen und den Pavillon anschauen. Auch top: Der Stadtpark. Die Station ist nahezu vollständig erhalten und gerade erst saniert.

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