Kolumnen
03/27/2022

Schweinbar

Man sollte Schweine nicht werfen. Und langweilige Menschen nicht geringschätzen.

von Guido Tartarotti

ORF.at schrieb dieser Tage über eine bekannte Künstlerin: „Mit ihrem Projekt will sie den Schweinwerfer auf Frauen richten.“

Das gibt zu denken. Zwar haben wir uns daran gewöhnt, dass sich die zeitgenössische Kunst  gerne mit Radikalität schmückt, aber Schweinwerfer auf Frauen zu richten, hätten wir nicht einmal Hermann Nitsch zugetraut. Das haben weder Frauen noch Schweine verdient!

Apropos Schwein: Der Kulturwissenschafter Thomas Macho nennt im KURIER-Interview den Schweinekonsum des Menschen „ziemlich unheimlich“: Da uns das Schwein sehr ähnlich sei, grenze diese Praxis an Kannibalismus.

Apropos Mensch: Eine englische Universität hat in einer Studie den „langweiligsten Menschen der Welt“ errechnet: Er ist ein einsilbiger Kleinstadtbewohner, der in der Datenverarbeitung arbeitet und gerne fernsieht.

Andererseits – in turbulenten Zeiten bedeutet Langeweile vermutlich: Schwein gehabt.

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