Kolumnen
08/30/2020

Riskant denken!

Über Mut zur Kultur und Mut zur Zukunft.

von Guido Tartarotti

Die Kultur verblasst, so lautete der Befund des Historikers Philipp Blom im KURIER. Und zwar nicht erst seit dem Virus, das sich aufführt wie ein Babyelefant im Porzellanladen, sondern schon länger.

(Blom ist übrigens ein überaus origineller Autor. Bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2018 plädierte er für „riskantes Denken“ und stellte die Diagnose, dass „die Zukunft zu einer Bedrohung geworden“ sei, dass die Menschen heute in der Hoffnung leben, Zukunft vermeiden und in einer „immer währenden Gegenwart“ leben zu können.)

Im KURIER bemerkte Blom, dass man heute erfolgreich sein könne, ohne sich mit Bach oder Beethoven auszukennen oder je ein Theater zu betreten. Das kann man als Zeichen der Entschnöselung gut finden – muss man wirklich das „Wohltemperierte Klavier“ überlebt haben, um als Mensch zu gelten? Oder auch schade: Vielleicht sollten wir wieder mehr riskieren: Denken, Bach hören, ins Theater gehen – vielleicht sogar, eine Zukunft zu haben.

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