Osterhase auch am Königshof
Am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond wird Ostern gefeiert. Auch die Royals pflegen ihre Bräuche. Um an Jesus’ demütiges Handeln zu erinnern, verteilt König Charles III. am Gründonnerstag Spezialmünzen an ehrenamtlich tätige Menschen.
Unter Henry IV. entwickelt sich der Brauch, die Anzahl der Beschenkten dem Alter des Herrschers anzupassen. Bei Charles III. sind das heuer 77 Frauen und 77 Männer. Die Zeremonie ist als "Royal Maundy" bekannt.
Auch in der schwedischen Königsfamilie wird Ostern gefeiert. Dort setzt man allerdings nicht auf den Osterhasen. In Schweden verkleiden sich die Kinder als Hexen und ziehen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu erbetteln.
Die spanische Königsfamilie weilt zu Ostern traditionell auf Mallorca. Gegessen wird Lammbraten oder gefüllte Teigtaschen "Robiols". Patenkinder erhalten mit "Mona" ein spezielles Gebäck, mit einem hart gekochten Ei in der Mitte.
Ein besonderer Brauch hat sich auch bei den niederländischen Royals etabliert: Eitje tik. Zwei Personen schlagen ihr hart gekochtes Ei aufeinander. Verlierer ist, wessen Ei zuerst kaputt geht.
Lange Tradition
"Diesen Brauch gibt es schon lange", weiß die Historikerin und ÖAW-Gastforscherin Waltraud Schütz. "Die ursprüngliche Farbe der Eier war rot, was an das Blut von Jesus erinnern soll. Im frühen 19. Jahrhundert waren die Ostereier aber auch mit moralischen Sinnsprüchen versehen, die Kindern gute Sitten näherbringen sollten."
Neben rituellen Fußwaschungen für Bedürftige durch das Kaiserpaar wurde nach einer rauschenden Ballsaison viel gebetet. Und da soll es auf so manchen Wallfahrtswegen zu so manchen Alkoholexzessen gekommen sein.
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