Lob der Hülsenfrucht
Heute, das werden manche vielleicht gar nicht wissen, ist internationaler Tag der Hülsenfrüchte. Höchste Zeit, diese oft gering geschätzte, ja verhöhnte Pflanzenfamilie zu rehabilitieren.
Nehmen wir zum Beispiel die Erbse. Sie wird, nur weil sie so klein ist, nicht für voll genommen. Man bringt sie in Zusammenhang mit Eigenschaften wie Überempfindlichkeit ("Prinzessin auf der Erbse") oder Pedanterie ("Erbsenzähler"), und wenn etwas als "erbsengrün" beschrieben wird, dann ist das auch selten als Kompliment gemeint. Dass Erbsen fast so viel Eiweiß wie Tofu enthalten und außerdem reich an Vitaminen und Spurenelementen sind, fällt dafür gern unter den Tisch. Abgesehen davon, dass die süßen Winzlinge eine wesentliche Zutat für Risibisi sind.
Noch schlechter ist es um das Image der Bohne bestellt. Wenn uns etwas wirklich egal ist, dann sagen wir, es interessiere uns "nicht die Bohne". Nicht ganz zu Unrecht wird Bohnen nachgesagt, Flatulenzen zu verursachen ("Jedes Böhnchen ein Tönchen"). Aber was ist das für eine Welt, in der jeder Sch*s gegen einen verwendet wird?
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