Die Umschreibung
Nun da es bereits mait, ist auch der Song Contest nicht weit – das ist keine Anspielung aufs Niveau der Liedtexte (die waren früher noch flacher), sondern pure Vorfreude: Wien ist im ESC-Fieber, das Land hat erhöhte Temperatur, die Welt hitzt dem Mega-Event Mitte Mai entgegen. Sagen die Gazetten. (Und ein paar intellektuelle Flachwurzler fieberträumen vom Protest gegen die Teilnahme Israels, aber die lassen wir heute, wo sie hingehören, nämlich links liegen).
Auch „heimische Legenden“, Ex-Song Contestler von Petra Frey (??) bis Zoë (??), sind im Fieber und sagen, wie ihnen Österreichs Beitrag „Tanzschein“ des Herrn Cosmó gefällt. Waterloo & Robinson etwa: „Heute ist eine andere Zeit und eine andere Welt. Wir geben ihm viel Kraft, und er wird das Beste daraus machen.“ Das klingt wie eine freundliche Umschreibung von „a so a Schas“ (Schas darf man sagen, seit ORF-Andi Knoll den ganzen Bewerb so nannte).
W & R wurden 1976 übrigens mit dem fettesten Schmalzfetzen ever Fünfte (Good old Hollywood is dying, Good old Hollywood is crying, Good old Hollywood is dead). So viel nur zu oben, mait und weit.
andreas.schwarz@kurier.at
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