Einfache Spiele

Vor 50 Jahren sagte Fred Sinowatz in Innsbruck einen legendären Satz.
Wolfgang Kralicek

Wolfgang Kralicek

Vor genau 50 Jahren, am 4. Februar 1976, wurden in Innsbruck die XII. Olympischen Winterspiele eröffnet. Die österreichischen Sportlerinnen und Sportler zogen mit goldenen Anoraks und Fellkappen ins Bergiselstadion ein, das Maskottchen war ein Schneemann mit Tirolerhut, und als der für Sport zuständige Minister Fred Sinowatz seine Eröffnungsrede hielt, streikte die Lautsprecheranlage.

Nachdem die Panne behoben war, sprach Sinowatz die heute legendären Worte: „Jetzt sind es doch einfache Spiele geworden.“

Am kommenden Freitag werden im Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand die XXV. Olympischen Winterspiele eröffnet. Weil neben Mailand auch Cortina offizieller Austragungsort ist, wird es diesmal zwei olympische Feuer geben. Weil die Wettkämpfe auch an vier weiteren Orten stattfinden, wird es auch dort Eröffnungsfeierlichkeiten geben. Die Abschlussfeier wiederum findet in Verona statt, obwohl dort keine einzige Medaille vergeben wird.

Diesmal werden es, frei nach Fred Sinowatz, wohl wirklich keine einfachen Spiele.

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