Familienbetriebe

Ärztin oder Anwalt kann jeder werden. Aber Sportlerinnen und Sportler müssen aus der richtigen Familie kommen.
Wolfgang Kralicek

Der Silbermedaillengewinner Fabio "Ötzi" Gstrein verriet im ORF-Olympiastudio das Geheimnis seines Erfolges: "Ich habe neben zwei Schleppliften aufwachsen dürfen." Dass seine Eltern beide Skilehrer sind, hat sicher auch geholfen.

Viele große Sportkarrieren haben einen familiären Background. Auch die Väter von Hermann Maier und Marcel Hirscher waren Skilehrer, die Eltern von Dominic Thiem Tennislehrer. Früher waren Ärzte oder Anwältinnen oft Kinder von Ärztinnen oder Anwälten, das hat sich durch die Massenuni verbessert.

Heute sind es eher die Sportlerinnen und Sportler, die aus der richtigen Familie kommen müssen. Dahinter stecken ganz pragmatische Gründe: Für Eltern ist es nicht einfach, den eigenen Beruf und die Sportkarriere ihres Kindes unter einen Hut zu bekommen. Da ist es enorm hilfreich, wenn man einen Job hat, in dem sich beides verbinden lässt.

Der tragische Held im Olympia-Slalom war der Norweger Atle Lie McGrath. Er lag in Führung, fädelte aber ein. Ein Sieg wäre nicht überraschend gekommen: Sein Vater war Skirennläufer.

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