Nesterl

Die Herausforderungen von Ostern 2026.
Christina Böck

Eine Zeitung hat eine Straßenumfrage gemacht, in der ermittelt wurde, was eigentlich dieses Ostern ist. Ab und zu fiel sogar der Name Jesus, also zumindest keine totale Niederlage. Ein Herr entzog sich mit einem eleganten „Des is ma sowos vo wurscht“ und lieferte eine einleuchtende Begründung: „Nesterl schenkt ma kana und zum Suachn bin ich scho zu dick.“ Dabei hat er nebenbei ein Motiv von Ostern gepredigt: Hoffnung. Wenn man kein Nesterl geschenkt gekriegt hat, kann man immer noch eins suchen. Dauert halt vielleicht ein bisschen länger.

Und selbst wenn man eins kriegt, dann fehlt womöglich der Hauptdarsteller. Schokohasen sind heuer so teuer, wer noch einen alten Nikolo hat, den er in Stanniol wickeln kann, der ist klar im Preisvorteil. Angeblich soll schon jemand einen Heiratsantrag mit Naschnager statt Brillantring gemacht haben. Und jetzt ist auch noch bekannt geworden, dass Küken gern gestreichelt werden. Wenn sich das Liebkosen schon in der gekochten, gefärbten Version ihrer Behausung durchsetzt, dann wird das echt ein langwieriges Eierpecken.

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