Muttertag wie damals
Alarm, Alarm. Morgen ist Muttertag. Anders als viele denken, ist das nicht jener Tag, an dem man – Sicherheitsvorschrift – an allem selbst gebauten schwedischen Mobiliar die Muttern nachziehen muss. Nein, das ist der Tag, an dem die Mamsch in den Gastgarten ausgeführt wird, ein Schnitzel und einen Topf Pelargonien mit Herz am Staberl kriegt und dann mit einer Packung Merci wieder daheim abgeliefert wird.
Eine trostlose Routine, die man auch mal durchbrechen könnte. Retro zum Beispiel ist ja sehr im Trend. Reise in die Muttertage von früher. Wer sagt, dass man nicht auch mit 40 plus noch in aller Herrgottsfrühe neben dem Bett der selig schlummernden Erzeugerin auftauchen kann und ihr ein Gedicht aufsagen, etwa: „Hast du eine Supermutti, ist im Leben alles tutti.“ Dazu gibt es einen halb ausgeschütteten Kakao mit Haut und einen selbst gebackenen Muffin, wo man leider Zucker und Salz vertauscht hat. Wäre schon interessant, ob die Mama zur Bastelei aus Fimo auch heute noch höflich nicht fragt, was diese Scheußlichkeit eigentlich darstellen soll.
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