Erinnerungshilfe
Vor zwei Monaten wurde der Primarius einer niederösterreichischen Klinik fristlos entlassen. Über eine übergewichtige Patientin hatte er gesagt: "Nur mehr Auschwitz würde hier helfen."
Vor zwei Wochen sorgte der frühere irische Nationaltormann Shay Given im Fernsehen für Aufregung. In der BBC-Sendung "Final Score" hatte er die kurze, erfolglose Ära eines Trainers als "absoluten Holocaust" bezeichnet. Später entschuldigte er sich und erklärte, nicht genau gewusst zu haben, was das Wort Holocaust bedeutet.
Vor ein paar Tagen stand ein polnischer Handwerker in Wien vor Gericht. Er hatte ein T-Shirt gekauft und getragen, das mit den SS-Runen und dem Wehrmacht-Motto "Gott mit uns" bedruckt war. Er habe nicht gewusst, was die SS ist, rechtfertigte er sich, und wurde freigesprochen.
Heute vor 81 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit, der 27. Jänner ist daher Internationaler Holocaust-Gedenktag. An diesem Tag wird an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Wie notwendig das ist, sieht man ja.
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