Erschöpft

Zu viel Fleisch, zu viel Wal und auch sonst zu viel
Andreas Schwarz

Diese Woche war Fleischerschöpfungstag. So gut wie alle Medien haben den von „Vier Pfoten“ ausgerufenen Unfug rapportiert,  dass wir  die für 2026 vorgesehene Fleischration  schon verzehrt hätten. Ob die pro futuro eingefrorenen gefüllten Paprika, das Rahmbeuschel und der Kalbsbraten da mitgerechnet sind, ist eh schon, pardon pour l’expression, wurscht.
Auch Buckelwal Timmy ist erschöpft – vom Leben und von denen, die ihn nicht das Leben lassen lassen. Tierschützer, Demonstranten,  selbst ernannte Walexperten, Verrückte, Bild und der Bundespräsident, alle weideten sich Stunde um Stunde an der Wal-Qual und bewiesen bis zur Erschöpfung: Der Mensch ist nicht das besser Tier.
Wir sind auch erschöpft: Vom Hauen,  Stechen und der Chuzpe der Lederers, Strobls & Co. im ORF; vom fortgesetzten Hauen und Stechen in der SPÖ; vom Hinhauen auf Ungarn („auch ein Populist“) nach dem Hinhauen auf Ungarn; vom anhaltenden Morden in der Ukraine; vom immer noch wachsenden Irrsinn des Messias Donald – und nirgendwo irgendwelche Pfoten, die einen Erschöpfungstag ausriefen.
andreas.schwarz@kurier.at
 

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