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Der Chris und der Peter

Wenn man kein sprechendes Tier ist, hat man es als Frau schwerer.
Christina Böck

Wer Chris heißt, hat Privilegien. Zumindest in Großbritannien. Zumindest im dortigen Filmgeschäft. Da ist nämlich der Chris – auf keinen Fall zu verwechseln mit der Chris – das, was in Österreich der Peter ist. Hierzulande gibt es mehr Vorsitzende von Börsenunternehmen, die Peter heißen, als Frauen. Im Vereinigten Königreich ist es wahrscheinlicher, dass ein Film einen Hauptdarsteller namens Chris hat, als dass er von einer Frau älter als 60 handelt. Ob diese Frau Chris heißt, ist offenbar nicht von Belang.

Noch bessere Chancen auf Präsenz auf Leinwand und Bildschirm als Chrisse haben nur sprechende Tiere. Da wird das Ganze natürlich wieder spannend, wenn man es umlegt auf Österreichs Petrokratie. Ist das die Lösung für mehr Frauenanteil in Chefetagen? Bewerbungsgespräche in flauschigen Flamingokostümen? Assessment-Center, bei denen frau den Labrador via Bauchrednertechnik für sich sprechen lässt? Jedoch: Besser nicht als Fledermaus gehen im Gesundheitsbereich, in der Medienbranche die Ente vermeiden. Es empfiehlt sich dann auch die geschlechtsneutrale Anrede Pezi. Man weiß ja nie.

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