Kolumnen
06/16/2021

Nicht spucken (II)

Auch beim Fußball gilt: Das bessere Vorbild ist DER Lama, nicht das Lama.

von Guido Tartarotti

Kürzlich war an dieser Stelle vom Spucken die Rede. Immunologen empfehlen,  beim Umarmen nicht zu spucken. Das verhindert Infektionen – und ist wohl auch besser für das Zwischenmenschliche. (Ausnahme: Schauspieler, die einander „Toi Toi Toi“ wünschen, da muss man spucken, darf aber nicht „Danke“ sagen, und falls doch, muss man dreimal ums Theater laufen.)

Bei der Fußball-EM können wir jetzt wieder ausgiebig das Ritual des Spuckens beobachten: Fußballer erleichtern ihre Atemwege gerne durch Spucken auf die Wiese. Fußballerinnen spucken interessanterweise weniger oft, vielleicht haben sie seltener den Wunsch, ihr Territorium durch Abgabe von Körperflüssigkeiten zu markieren.

Beim Spiel Österreich – Nordmazedonien sollen Spieler übrigens Unhöflichkeiten  ausgetauscht haben, indem sie Mutmaßungen über das berufliche Vorleben der Mutter des anderen angestellt haben. Vielleicht sollten Fußballer nicht das, sondern lieber den Lama in sich freilegen.

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