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Mit der Gegenwart

Helga Rabl-Stadler im „Kulturmontag“: Elegant und präzise.
Guido Tartarotti

In der Sendung „Kulturmontag“ war die wunderbare Helga Rabl-Stadler zu Gast. Und die scheidende Präsidentin der Salzburger Festspiele gab ein Interview, wie nur sie es kann: Elegant, präzise, uneitel, von feiner Ironie durchzogen, sich selbst keinerlei Geschwätzigkeit gönnend. „Haben Sie durch die Pandemie an sich neue Seiten entdeckt?“, wollte der Moderator Peter Schneeberger wissen. Rabl-Stadler zeigte den Anflug eines Lächelns und sagte nur: „Nein.“ Kein Wort mehr. Schneeberger war so verblüfft, dass sich im Studio ein langer Moment der Stille breitmachte.

Rabl-Stadlers schönster Satz ging so: „Die Zukunft ist so unvorhersehbar, dass wir jetzt mit der Gegenwart auskommen müssen.“

Und möglicherweise ist genau das der Trick, um mit dem Leben Frieden zu schließen.

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