Kolumnen
12/24/2018

Hold

"Ohrwaschl": Stille Nacht - lasst doch jeden in Frieden glauben, denken und singen, was er will.

von Guido Tartarotti

„Stille Nacht“ ist nicht nur ein Lied mit großer Wirkung und gefährlichen Tönen rund um das „Ruh-hu“, sondern auch ein gutes Geschäft. Mehrere Orte in Salzburg, Tirol und Oberösterreich haben Bezüge zu diesem Lied gefunden, die es verdient haben, mit Museen überdacht zu werden. Diese Orte wollen sich  jetzt zusammentun, um den Touristen anzulocken, der ja täglich aufs Angelocktwerden wartet.

Einer der schönen Aspekte dieses Liedes ist ja, dass es uns vergessene Wörter ins Gedächtnis ruft. Etwa „traut“ (heimelig, gemütlich, vertraut). Oder „hold“ (anmutig). Oder „hochheilig“ – wer sagt das heute noch?

Zu Weihnachten wird viel vom Glauben geredet. Die einen erinnern sich daran, dass er ihnen etwas bedeutet, die anderen fühlen sich bemüßigt, den einen mitzuteilen, dass sie Glauben lächerlich finden.

Weihnachten wäre ein guter Anlass, zu sagen: Lasst doch jeden glauben, denken und singen, was er will.