Kolumnen
12/18/2018

Herzversagen der Gesellschaft

"Ohrwaschl": Nie spürt der allein lebende Mensch die Einsamkeit und der in Familien lebende die Spannungen so stark wie jetzt

von Birgit Braunrath

Offene Herzen, offene Wunden – und weit und breit kein offenes Ohr. Zu keiner Zeit spürt der allein lebende Mensch die Einsamkeit und der in Familien lebende Mensch die Spannungen so intensiv wie rund um Weihnachten. Vergangene Woche schon kam die Nachricht, dass jetzt das Herzinfarktrisiko steige. Zu viel nehme man sich dieser Tage allzu sehr zu Herzen.

Und dann bestätigte auch noch die Telefonseelsorge anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens, dass der kostenlose Notruf 142 nie so sehr gebraucht werde wie zu Weihnachten und zum Jahreswechsel. Oft würden Anrufer gar keine konkrete Unterstützung suchen, sondern  nur jene Menschlichkeit, die uns gerade auszugehen scheint: Beistand für alle, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht, sexueller Ausrichtung, sozialem Status. Ein offenes Ohr, dem man sein Herz ausschütten darf. Ein offenes Herz, das zuhört, ohne zu urteilen.

All das wird zu Weihnachten dringend gebraucht (nur falls jemand da draußen noch eine Geschenkidee sucht).

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