Kolumnen
11.10.2018

Heikle Entscheidungen

"Anstoß": Seine Nominierung ist kein Ruhmesblatt für die Ausbildung von Stürmern in Österreich.

Marc Janko freut sich, dass er wieder bei Nationalteam ist. Nach dem Ausfall von Michael Gregoritsch wurde der Niederösterreicher zum Spätberufenen für die Länderspiele gegen Nordirland und Dänemark. Ein Jahr nach seinem letzten Länderspiel. Vor allem gegen die Nordiren könnte der groß gewachsene Angreifer helfen. Es ist dem sympathischen Fußballer zu vergönnen, dass er wieder dabei ist. Er hat sich in 66 Spielen mit 28 Toren um das österreichische Team verdient gemacht. Aber er ist 35 Jahre und beim Achten der Schweizer Liga höchstens Joker, spielt nur in vier der zehn Saisonspiele, insgesamt waren es 90 Minuten.

Seine Nominierung ist kein Ruhmesblatt für die Ausbildung von Stürmern in Österreich. Bis auf Lukas Hinterseer, der in der 2. deutschen Liga trifft, hat sich niemand so richtig aufgedrängt. Auch in der Unter 21 herrscht Stürmer-Notstand, Kvasina und Kalajdzic sind verletzt, nur Schmidt kam zu Grbic in den Kader.

Auf jeden Fall ist Janko keine richtungsweisende Entscheidung. Die steht Foda in der Kapitänsfrage aber bevor. Von seinen letzten drei Kapitänen ist derzeit nur einer fit. Aber der hat bei Funktionären nur eingeschränkte Beliebtheitswerte. Soll Foda dem Druck nachgeben.Oder hat er schon davor für sich die Entscheidung getroffen, dass ein Kapitän sich nach einer Niederlage nicht beim Feiern fotografieren lassen sollte. Fakt ist, dass es in der Causa Arnautovic nicht viele Sieger geben wird.guenther.pavlovics