Valentinstag: Wenn man vieles durch die Blume sagen kann
Tag der Blume: Valentinstag
Manche Herrschaften nützen das Fitnessstudio ja auch als Bühne oder als Sprungbrett für zwischenmenschliche Aktivitäten. Einer meiner Freunde ließ meistens die Hanteln Hanteln sein, den Seilzug stellte er aufs Abstellgleis, auch die Rudergeräte (miss-)brauchte er nur zu Demonstrationszwecken. Stattdessen plauderte er gerne mit dem anderen Geschlecht. Jüngst hat es ihm eine 1,56 m-Dame angetan.
Ob sie ihm nicht zu klein war. Nein. „Ich habe drüber hinweggesehen.“ Der Freund ging überall auf die Jagd, nur ein Bundesland hat es ihm weniger angetan, was die weibliche Schönheit betrifft. Den Witz, dass die schönsten XXXXXinnen Touristinnen seien, hätte er sich freilich sparen können. Blauäugige Intelligenz-Allergiker kommen nirgends gut an.
Umtausch-Profi
Natürlich ist mein Freund ein Typ, der gerne Blumen schenkt. Er kennt zwar weder den Namen der Blumen noch jenen der Beschenkten, aber er will eben Blumen sprechen lassen, um es danach selber länger zu dürfen. Gerade zum Valentinstag geht da was, betont er immer wieder. Ich tu’ mir generell schwer, die beste Ehefrau der Welt, die keine Blumen mag, zu beschenken.
Egal, ob ich vom Juwelier komme, von der Parfümerie oder von Palmers (und nein, ich lasse die Verkäuferinnen nicht die Wäsche probieren) – das Wichtigste, was ich von den diversen Geschäften mitbringe, ist der Kassabeleg. Denn zuletzt gelang es mir 2023, ich glaube, es war ein Geburtstag, als sie das letzte Mal ein Geschenk nicht umtauschte. Selbst ein Mathematik-Buch mit spannenden Aufgaben wollte sie nicht. Darin fand sich auch die Auflösung, woran eigentlich der tote Winkel starb.
Kommentare