Kolumnen
01.07.2018

Harald Schmidt und ich

"Tartarotti schaut fern": Was Harald Schmidt und ich gemeinsam haben - wir können nicht kicken.

Es ist ein schönes Gefühl, etwas mit Harald Schmidt gemeinsam zu haben. Auch, wenn es nur darum geht, etwas nicht zu können: Nämlich Fußball.

Der geniale Satiriker und Talkshow-Star trat beim „Schwimmenden Salon“ auf (das ist eine großartige Serie von Lesungen im wunderschönen Freibad von Bad Vöslau, organisiert von der KURIER-Kolumnistin Angelika Hager). Und die „Seitenblicke“ berichteten. Schmidt, angesprochen auf sein Verhältnis zum Fußball, erzählte, nur der Besitz eines eigenen Balles gestattete ihm als Kind, mitspielen zu dürfen. Und oft nicht einmal das. Ihr Autor kennt das gut: Ich bekam zum Geburtstag einen sehr teuren Fußball geschenkt. Damit lief ich zur Wiese, in der Hoffnung, endlich mitspielen zu dürfen. Die anderen Kinder nahmen den Ball – und schickten mich wieder weg.

Das ist, wie Sie zugeben werden, eine traurige kleine Geschichte, die Sie, wenn Sie mögen, zu Weihnachten mit verteilten Rollen lesen können. Vielleicht liest sie ja sogar Harald Schmidt einmal im „Schwimmenden Salon“.guido.tartarotti