Kolumnen
10/30/2020

Endlich alleine

Alleinsein liegt angeblich im Trend. (Es bleibt uns auch nichts anderes übrig.)

von Guido Tartarotti

Falls uns die Politiker mit Hausarrest für zu viel elefantenlose Nähe bestrafen, müssen wir uns irgendwie beschäftigen. An dieser Stelle ein Appell: Bitte backt kein Bananenbrot. Oder werft es nach dem Backen weg.  Bananenbrot ist in seiner ganzen Trostlosigkeit die  zu Kalorien  gewordene  Corona-Krise. Bananenbrot ist sogar zu grausam, um es dem Nachbarn zu schenken, den man nicht mag.

Der Medientheoretiker Peter Weibel  sieht  in der Covid-Zeit das Ende der „Ideologie der Nähe“:  Massenveranstaltungen seien  eine Erfindung des 20. Jahrhunderts, um aus möglichst vielen Menschen eine Herde zu formen, der man das Geld aus der Tasche ziehen kann (offenbar war Peter Weibel schon einmal auf dem Nova-Rock).

Dazu passt ein neuer Trend, der aus Korea  kommt:  Man ist jetzt gerne und lustvoll alleine. Warum auch nicht?  Mit sich selber gerne zusammen zu sein ist die Grundlage, um ein halbwegs zufriedener Mensch zu werden.

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