Eine Königin als Moviestar

Der Film "German Queen" behandelt das Leben von Königin Silvia von Schweden.
Lisbeth  Bischoff

Die bürgerliche Silvia Sommerlath aus Heidelberg avanciert in Grimm’scher Märchen-Manier zur Königin von Schweden. Ihre Liebesgeschichte mit König Carl XVI. Gustaf von Schweden wird unter dem Titel "German Queen" verfilmt.

Dargestellt wird die heute 82-jährige Königin von der deutschen Schauspielerin Alicia von Rittberg.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – ein Glücksfall

In einer Novembernacht im Jahr 1993 sitze ich beim besten Italiener der Stadt Wien. Padrone Aki stellt mir Tenor Gösta Winbergh vor und platziert ihn an meinen Tisch. Gösta kommt direkt aus der Wiener Staatsoper. Er hat in "Don Giovanni" den "Don Ottavio" gegeben. 

Bei Pasta und Wein erzählt er mir, dass er als Überraschungsgast bei der Geburtstagsgala von Königin Silvia in Stockholm eingeplant ist. Gösta verspricht mir, dass er mir eine Einladung zu Silvias Geburtstagsfest organisiert. Es hat geklappt.

Als sich am 22. Dezember 1993, dem Vorabend des 50. Geburtstages von Königin Silvia, der Vorhang der Opernbühne in Stockholm hebt, präsentiert sich Silvias Geburtsstadt Heidelberg. Ihre Liebesgeschichte mit Carl Gustaf beginnt bei den Olympischen Spielen 1972 in München, wo Silvia als VIP-Hostess tätig ist. Da hat es "klick" gemacht, sagt der König.

Absoluter Höhepunkt des Galaabends: Troubadour Gösta fährt im blauen Porsche auf die Bühne. Und das hat seinen Grund: Im Frühsommer 1973 besucht Silvia Carl Gustaf auf der Insel Öland. 

Als sie an einer Tankstelle halten, entdeckt ein Fotograf das Paar im blauen Porsche. Das Foto geht um die Welt. Gösta Winbergh: "Wir haben das Originalauto aufgetrieben, das jetzt im Besitz eines Sammlers ist. Das ist auch für den König eine Überraschung!"

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