Ein König für die Kunst
Höflinge und der Hochadel sind eingeladen, als am 9. April 1667 im Salon du Louvre in Paris die erste öffentliche Kunstausstellung der Welt veranstaltet wird. Werke königlicher Künstler werden zur Schau gestellt, organisiert von der "Académie royale de peinture et de scultpure".
König Ludwig XIV. höchstpersönlich wünscht sich von nun an eine jährliche Ausstellung, um Kunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Kunst dient als nonverbales Kommunikationsmittel
Das hat sich die in London lebende Künstlerin Delphine Boël in einem persönlichen Anliegen zu eigen gemacht. Jahrelang kämpft sie um Anerkennung durch ihren Vater, den früheren König der Belgier Albert. Der weigert sich standhaft, seine 1968 geborene Tochter Delphine Boël zu akzeptieren. Sie stammt aus der 18 Jahre dauernden Beziehung mit der belgischen Adeligen Sybille de Selys de Longchamps.
Erst 1999 erfahren die Belgier durch die Biografie des 18-jährigen Mario Dannehls, dass ihr damals amtierender König Albert eine nichteheliche Tochter hat, dessen Ehe mit Gattin Paola sich zu dieser Zeit in einer Krise befunden habe.
Dass sie mehr ist als nur ein Skandal ist, spiegelt sich in den Werken von Delphine Boël wider. Delphine Boël: "Ein Bild zeigt mein Gesicht in einer Waschmaschine. Dieses Bild soll ausdrücken, dass die Presse nicht an mir als Künstlerin interessiert ist, sondern weil ich die sogenannte ,schmutzige Wäsche' von König Albert bin. Das ist eine Nachricht an meinen Vater, geschrieben auf seiner Fahne: Die Wahrheit kann dich befreien, akzeptiere die Wahrheit und du wirst von allen Leiden befreit sein und besser leben."
Am 27. Jänner 2020 erkennt Albert II. Delphine Boël als Tochter an.
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