Kolumnen
01/13/2019

Dschungelcamp: Offene Hose und Oberweite an frischer Luft

"Tartarotti schaut fern": Goethe in der Vagina - das Dschungelcamp kommt in Fahrt.

von Guido Tartarotti

Mit den schönen Worten „Ich bin Giselle Oppermann, man kennt mich von ,Germany’s Next Topmodel 2008“ begann die neue Staffel des RTL-Dschungelcamps. Dieser Satz bringt das Sendungskonzept sehr schön auf den Punkt, denn natürlich kennt niemand Frau Oppermann, die meisten kennen nicht einmal German’s Next Topmodel 2008, ja nicht einmal 2018.

Eine gute Zusammenfassung  der Idee des Dschungelcamps lieferte aber auch Kandidat Tommi Piper (den kennt man auch auch nicht, aber dafür seine Stimme – das war die von „Alf“): „Ich freu mich auf diese Show, das wird ein hartes Ei, da musst du die Hose offen lassen.“

In der ersten Folge stellten sich die Kandidaten  vor, und das klang so: „Würde ich mich selbst googeln, würde ich sagen, was ist das für ein Arschloch“ (Bastian Yotta, Fitness-Coach und Realist).  Oder so:  „Ich bin ein Charakterficker. Mein Typ wäre Goethe. Würde Goethe noch leben, dann in meiner Vagina“ (Leila Lowfire, Busen- und Vaginawunder sowie Menschenkennerin). Oder so: „Ich kann auch einmal einen Obdachlosen spielen“ (Felix van Deventer, Seifenopern-Darsteller und künftiger Oscar-Preisträger).

Die neue Staffel begann übrigens wesentlich witziger als befürchtet. Es gibt eine Heulsuse (Giselle), eine Nervensäge (Tommi), ein Expaar, das sich verliebt-gierig anglurt (Evelyn und Domenico, Ex-„Bachelors“), zwei Todfeinde (Bastian und einen Currywurst-König namens Chris Töpperwien), und Frau Lowfire ließ bereits nach wenigen Sekunden ihre Oberweite an die frische Luft.