Kolumnen
07/17/2021

Drenterbei

Mehrsprachig aufzuwachsen ist immer von Vorteil, egal ob Englisch, Türkisch oder Mostviertlerisch.

von Guido Tartarotti

Der Autor dieser  Zeilen ist fremdsprachig aufgewachsen. Meine Eltern waren Deutschlehrer, bei uns wurde Hochdeutsch gesprochen, wir verwendeten den Genitiv, das Imperfekt,  den zweiten Konjunktiv. Als meine Eltern mir die Vorzukunft erklärten, fand ich das faszinierend: Ich werde gesprochen haben. Dialektausdrücke waren verpönt. Und tatsächlich glaubte ich bis in die Pubertät, die Gemeinde Vösendorf heiße eigentlich Felsendorf. Im Fußballverein hatten sie ihren Spaß mit mir.

Im Urlaub wurde mein Name oft zum Problem. Wenn man an einer italienischen Hotelrezeption als Guido Tartarotti eincheckt, wird man meist mit einem Schwall Italienisch überschüttet. Gesteht man dann, dass man gar kein Italienisch versteht, erlebt man Fassungslosigkeit.

Mehrsprachigkeit ist ein hoher Wert. Wer neben Deutsch auch noch Englisch, Türkisch oder Mostviertlerisch („drenterbei“) beherrscht, hat es im Leben leichter. Kindern fällt das übrigens sehr leicht.

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