Kolumnen
03/16/2020

Aus dem Fenster

Eine Situation wie die jetzige zeigt die Menschen so, wie sie wirklich sind.

von Guido Tartarotti

Ein alter chinesischer Fluch lautet angeblich: Mögest du in interessanten Zeiten leben.
Und wir leben eindeutig in interessanten Zeiten.

Eine Situation wie die jetzige zeigt die Menschen plötzlich so, wie sie wirklich sind. Da gibt es die, die glauben, die Lage sei jetzt günstig, um im Supermarkt in Familienpackungsgröße zu stehlen (erzählt die tapfere Kassierin ziemlich fassungslos). Da gibt es die, die sich jetzt allen Ernstes zu „Virus-Partys“ treffen.

Da gibt es aber auch die, die Zettel im Stiegenhaus aushängen und anbieten, für gefährdete Mitmenschen die Einkäufe zu übernehmen. Und es gibt die, die sich freiwillig beim Roten Kreuz melden, um etwas Sinnvolles beitragen zu können.

Ein besonders schönes neues Ritual gibt es auch: Jeden Tag um 18 Uhr spielen und singen Musiker (und alle, die sich dafür halten) aus den Fenstern.

Lass mi amoi no d’ Sunn aufgehn sehn.

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