Kolumnen
10/30/2021

An allen anderen nicht

Nachdenken über den Tod und das Leben.

von Guido Tartarotti

Wir Menschen (und dazu zählen auch wir Journalisten) leben gerne nach dem Kalender. Zu Weihnachten reden wir über Bäume, Kekse und Socken. Zu Silvester über  Katerfrühstücke. Zu Ostern über Eier. Am 1. Mai über die Arbeit. Im Juli darüber, dass es bei 35 Grad wenig vernünftig ist, im Schatten Pelzmantel zu tragen. Am Weltspartag über die Inflation.

Und zu Allerheiligen reden wir über den Tod.

Der Tod, die größte Zumutung der Leistungsgesellschaft, wird ja gerne totgeschwiegen. Wobei das zuletzt schwieriger war als sonst. Das beste Zitat zum Thema Tod stammt von den Peanuts: „Eines Tages werden wir sterben!“ – „Stimmt, aber an allen anderen Tagen nicht.“

Es gibt übrigens gut erprobte Methoden, dem Tod sein Handwerk zu erschweren: Regelmäßiges Ein- und Ausatmen. Essen, Trinken, so viel Lieben und so wenig Hassen wie möglich. Gesund leben und das Lachen nicht vergessen.

Ach ja: Impfen bewährt sich derzeit auch sehr gut.

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