Valentinstag mit J.Lo und Mirjam W.

Zwei besondere Valentinstag-Dates, zwei Überraschungen inklusive.
Alexander Kern
2025 American Music Awards - Press Room

Jetzt fand also der Valentinstag statt. Glaubt man den Medien, baden Paare an diesem Tag in Rosenblättern, schlürfen sich Champagner aus den Bauchnabeln oder machen sich in Fußballstadien auf Knien Heiratsanträge. Ich durfte ihn einst mit Jennifer Lopez und Mirjam Weichselbraun verbringen, was dieser Vorstellung ziemlich nahekommt. Wenn man gerade Single ist, sagt man sich, so schlecht ist das Leben trotz allem nicht zu einem.

Passfotos und Pinot Grigio

Berlin, Interview mit J.Lo. Ihr Film geriet rasch in Vergessenheit, was blieb, ist ein einzigartiges Fotodokument: Ich trage ein schlammgrünes Hemd und schaue damit aus, als käme ich von der Feldwoche beim Bundesheer. Neben ihr zur Salzsäure erstarrt, stiere ich in die Kamera, wie Promis, wenn die Handschellen klicken. Jenny from the Block dagegen wirkt vergnügt wie in den Flitterwochen. Sie umschlingt mich und grinst wie Ben Affleck in der Hochzeitsnacht. Versprochen wurde mir eine biestige Diva mit Allüren wie Cleopatra. Gekommen war jedoch eine herzliche Frau ohne Angst vor Fragen.

Danach eilte ich zu Mirjam Weichselbraun. Ein Interview bei ihrem Lieblingsitaliener. Die Rosen am Tisch und die verliebten Pärchen sollten nicht stören. In einer Nische tranken wir Pinot Grigio und scherzten. Der launige Abend wurde lang, am Heimweg schnitten wir noch Grimassen für Passfotos. Frühmorgens, ich saß schon im Taxi zum Flieger, rief Mirjam Weichselbraun an, nur um sicherzustellen, dass ich nicht verschlafen hatte. Sie hatte extra den Wecker gestellt. Wieder allein, aber glücklich, landete ich in Wien. Das V an diesem Tag stand zwei Mal weniger für Valentin als für Verblüffung.

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