Kiku
14.06.2018

Warum und wie dreht sich (fast) alles um Fußball?

Die jüngste Standpunktdiskussion Jugendlicher mit Fachleuten beleuchtet Wirtschaft und Gesellschaft rund um diesen „Planeten“.

Könnte es nicht gemeinsame Fußball-Weltmeisterschaften von Frauen und Männern geben – wie es ja auch bei Olympischen Spielen Bewerbe für Sportlerinnen und für Sportler gibt? Wie kommt es zu so großer Euphorie, gar zu Hass in Stadien und auf Fußballplätzen? Oder braucht es dieses Ventil, diesen letzten Hort archaischer Männlichkeit? Warum äußern sich prominente Fußballstars so selten zu politischen Ereignissen oder sprechen sich nicht gegen Rassismus, Homophobie, gegen Diskriminierungen aus? Warum finden Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele so oft in Ländern statt, die auf Menschenreche nicht achten – wie derzeit in Russland, in vier Jahren gar in Katar? Außerdem, warum finden sie in Ländern statt, wo neue Stadien gebaut werden müssen, die dann oft gar nicht mehr so genutzt werden, statt in England oder Spanien, die ohnehin genügend Stadien haben? Kommt der Video-Beweis oder würde der den Spielfluss stören? Das waren nur einige der Fragen, die Jugendliche aus der Berufsschule Mollardgasse, den Fachmittelschulen/PolyTechnischen Schulen Favoriten, Landstraße und Im Zentrum (1070), dem BORG 7, dem Wiedner Gymnasium und der bilingualen Schule Komensky in die jüngste Standpunkt-Diskussion einbrachten.
Die war – aus aktuellem Anlass – dem Thema
„Die Erde dreht sich um den Planeten Fußball. - Wen geht das was an?“ gewidmet.

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150 Jugendliche, drei Fachleute

An Fachleuten auf dem Podium standen den rund 150 Schüler_innen im großen Sendesaal des RadioKulturHauses die Fußballerin und Redakteurin des Magazins „Ballesterer“, die Politikwissenschafterin, Fußballtrainerin und Antidiskriminierungsexpertin (fairplay) Nikola Staritz sowie der ehemalige Fußballprofi und Vorsitzende der Vereinigung der Fußballer (u.a. Camps für arbeitslose Profi-Kicker), Gernot Zirngast zur Verfügung.

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Mädchen mutiger

Spannend übrigens: Deutlich mehr und intensiver beteiligten sich Mädchen an der Diskussion, meldeten sich viel häufiger zu Wort, manche sogar mehrfach – mit unterschiedlichsten Themen. Und die Frage nach Favoriten für die nun beginnende WM wurde nur am Rande diskutiert. Zentral waren die unterschiedlichsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte des Business – von den Unsummen für Starkicker und der Arbeitslosigkeit weniger bekannter Profis zwischen den Saisonen, vom unterschiedlichen Stellenwert und der weit auseinanderklaffenden Bezahlung zwischen Frauen und Männern. Immer wieder aber auch waren Stimmungen, Emotionen auf den Rängen und weit darüber hinaus ein Thema und dass Stadionverbote für Hass-Hetzer das Problem nicht wirklich beseitigen, sondern es darum ginge, dass Vereine proaktiv jenen entgegentreten sollten, die diskriminieren.

Die Diskussion in voller Länge wird im Campusradio von Ö1 ausgestrahlt und ist auf „SchülerInnen-Radio“ online nachzuhören - Infos weiter unten.

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Fotos von dieser Standpunkt-Diskussion

Fotos von der "Standpunkt"-Diskussion zu Fußball und Gesellschaft

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